"Friedensarbeit ist immer Arbeit mit Menschen und überwindet Grenzen"

Du möchtest später einen Beruf ausüben, mit dem du die Welt ein bisschen besser machen kannst? Ein Freiwilligendienst im Tätigkeitsbereich "Frieden und Entwicklung" kann ein Baustein für eine Karriere in der Friedensarbeit sein, sagt Bernd Rieche. Der Referent der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) gibt Tipps, wie du einen Berufsweg in die Friedensarbeit finden kannst.
Eine Hand malt im Licht einer Kerze eine Friedenstaube auf ein Papier.
Foto: Fundus/EKHN
Eine Hand malt im Licht einer Kerze eine Friedenstaube auf ein Papier.

"Friedensarbeit ist immer Arbeit mit Menschen und überwindet Grenzen"

Du möchtest später einen Beruf ausüben, mit dem du die Welt ein bisschen besser machen kannst? Ein Freiwilligendienst im Tätigkeitsbereich "Frieden und Entwicklung" kann ein Baustein für eine Karriere in der Friedensarbeit sein, sagt Bernd Rieche. Der Referent der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) gibt Tipps, wie du einen Berufsweg in die Friedensarbeit finden kannst. 

 

Friedensarbeit als Beruf – was kann ich mir darunter vorstellen?

Bernd Rieche: Friedensarbeit unterstützt das Zusammenleben von Menschen, indem Konflikte konstruktiv ausgetragen und Gewalt gemindert werden. Das erfordert Engagement und Qualifikation. Sei es als Beraterin für kommunale Konfliktbearbeitung, als Friedenspädagoge in Schulen oder als Fachkraft im Zivilen Friedensdienst um gemeinsam mit Partnerorganisationen weltweit gewaltsame Konflikte einzudämmen.


Bernd Rieche, Referent der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF)


 

Was bringt mir ein Freiwilligendienst, wenn ich mir einen Beruf in der Friedensarbeit vorstellen kann?

Bernd Rieche: Friedensarbeit ist immer Arbeit mit Menschen und überwindet Grenzen, auch die weniger sichtbaren. Diese Erfahrungen bietet auch ein Freiwilligendienst: das Kennenlernen und der Umgang mit Menschen, die mir vorher fremd waren – sei es im Ausland, oder in sozialen Projekten. Wichtig ist auch das Reflektieren der eigenen Rolle dabei. Das bieten die pädagogisch begleiteten Freiwilligendienste im kirchlichen Kontext, wie sie bei ein-jahr-freiwillig.de angeboten werden und über verschiedene staatliche Förderprogramme wie weltwärts unterstützt werden. Im Zivilen Friedensdienst werden beispielsweise berufserfahrene Menschen mit Auslandserfahrung gesucht. Da ist ein Freiwilligendienst ein möglicher Baustein, diese Erfahrungen zu erwerben.

Was für Jobs in der Friedensarbeit sind in Zukunft besonders gefragt?

Bernd Rieche: Konflikte gehören zum menschlichen Leben. Jedoch eskalieren sie an verschiedenen Orten derzeit stark, denken wir nur an die derzeitigen Kriege. Aber auch in unserer Gesellschaft gibt es Kräfte, die polarisieren und Demokratie gefährden. An all diesen Stellen braucht es Menschen, die das Geschehen analysieren und geeignete Methoden anwenden können, die Gewalt mindert, Dialog ermöglicht und Prozesse der Konfliktbearbeitung unterstützen können. Auf individueller Ebene gibt es schon lange etablierte soziale- und psychologische Beratungsstellen. Auf gesellschaftlicher Ebene kommen klassische Institutionen, wie Parlamente, Justiz, Polizei an ihre Grenzen. Ansätze der Konfliktbearbeitung entwickeln sich derzeit stark und werden an Bedeutung gewinnen.

Was sollte ich nach einem Freiwilligendienst beachten, wenn ich den nächsten Schritt für eine berufliche Zukunft in der Friedensarbeit machen will?

Bernd Rieche:  Es braucht analytische und praktische Kompetenzen. Dafür ist ein Studium hilfreich, wobei viele Fächer eine passende Grundlage vermitteln. Den einen Studiengang für Friedensarbeit gibt es bisher nicht. Praktische Erfahrung kann durch entsprechendes politisches oder pädagogisches Engagement erworben werden. Dafür gibt es auch im Umfeld der evangelischen Friedensarbeit passende Angebote, sei es die Mitarbeit in Gruppen und Initiativen vor Ort, die Teilnahme an Fortbildungen wie der Fortbildungsreihe Globales Lernen von efef oder die Kurse des Qualifizierungsverbundes für zivile Gewaltfreie Konfliktbearbeitung

Fragen: Timon Müller/ein-jahr-freiwillig.de

 

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