Beim Bundesfreiwilligendienst - kurz BFD - gibt es keine Altersgrenze. Eine Obergrenze gibt es nur bei den Programmen Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Freiwilligendienste, die über diese beiden Programme laufen, sind nur bis 27 möglich.
Einen Bundesfreiwilligendienst kannst Du also auch machen, wenn Du 27 Jahre und älter bist. Achte bei der Stellensuche dann darauf, ob die Freiwilligendienste als BFD angeboten werden.
Beim BFD haben Freiwilligen ab 27 Jahre übrigens die Möglichkeit, den Freiwilligendienst in Teilzeit zu machen. Sollte das für Dich interessant sein, sprich die Anbieter darauf an - die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Dich dann beraten und Dir sagen, welche Möglichkeiten bei ihnen machbar sind.
Fragen und Antworten
Fragen und Antworten
Es ist gut und richtig, dass du zweigleisig fährst. Es ist immer sinnvoll, Alternativen zu haben. Dein Dilemma ist verständlich. Da ist auf der einen Seite die spannende FSJ-Stelle, die dich gerne einstellen möchte. Andererseits wartest du noch auf die Antwort der möglichen Ausbildungsstelle.
Was für dich Vorrang hat, hast du ja klar formuliert: die Ausbildungsstelle. Daher solltest du besser die Antwort des Ausbildungsbetriebs abwarten, ehe du dem Träger fest zusagst. In der Regel ist es schwieriger einen passenden Ausbildungsplatz zu finden als ein FSJ. Das wissen auch die Anbieter von Freiwilligendiensten und in der Regel haben dafür Verständnis, wenn die Lehrstelle Priorität hat.
Tipp: Schildere dem Träger offen und ehrlich deine Situation. Dass du das FSJ an für sich gerne machen willst, du aber noch die Chance auf einen Ausbildungsplatz hast. Und du die Antwort zur Bewerbung für die Lehrstelle noch abwarten möchtest, ehe du das FSJ zusagst.
Der Träger wird sicher Verständnis haben für deine Lage. Schließlich ist es auch nicht im Interesse des Trägers, wenn Interessierte erst zusagen und dann wenig später doch wieder abspringen. Sollte es mit der Ausbilidung dann doch nicht klappen und diese eine FSJ-Stelle ist in der Zwischenzeit besetzt, wird dir der Träger gerne einen anderen Freiwilligendienst vermitteln, der zu dir passt.
Wenn du einen Freiwilligendienst machst, hast du in der Regel mit zwei Stellen zu tun: mit deiner Einsatzstelle und dem sogenannten „Träger“.
Die Einsatzstelle ist die Einrichtung oder das Projekt, wo du als Freiwillige*r aktiv bist. Dort bist in ein Team eingebunden und hast Ansprechpersonen, die dich einarbeiten und in deinem Freiwilligen-Alltag begleiten.
Der „Träger“ dagegen ist eine Dachorganisation, mit der die einzelnen Einsatzstellen zusammenarbeiten. Der Träger kümmert sich um das Organisatorische und die Verwaltung der Freiwilligendienste. Oftmals laufen die Bewerbungen für einen Freiwilligendienst über die Träger-Organisation. Auch der Freiwilligenvertrag wird meist mit dem Träger abgeschlossen. Beim Träger wird zum Beispiel die Vergütung für die Freiwilligen abgerechnet. Träger beschäftigen darüber hinaus Pädagoginnen und Pädagogen, die Seminare und Workshops für Freiwillige organisieren. Sollte es in der Einsatzstelle Konflikte geben, können sich Freiwillige beim Träger an Fachleute wenden, die beraten und vermitteln.
Ein FSJ muss kein ganzes Jahr dauern. Da es ein Freiwilligendienst ist, kannst du praktisch jederzeit aufhören oder auf bis zu 18 Monate verlängern. Wichtig ist zu wissen, dass ein Freiwilligendienst wie FSJ/ FÖJ oder ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) als solcher erst dann offiziell anerkannt werden kann, wenn mindestens sechs Monate ganz absolviert worden sind. Das könnte von Bedeutung sein, wenn es zum Beispiel darum geht, ein FSJ als Wartezeit für ein Studium oder als Praxis-Nachweis im Rahmen einer Ausbildung anerkennen zu lassen.
Über den Länder-Überblick findest du heraus, wo in aller Welt unsere Organisationen ein Freiwilliges Internationales Jahr vermitteln können. Ist ein Land in dieser Liste nicht zu finden, haben wir dort auch keinen Anbieter. Für Luxemburg ist das leider der Fall.
Wir haben aber Organisationen, die Freiwilligendienste in den Nachbarländern Belgien, Frankreich und natürlich in Deutschland anbieten. Tipp: Nimm direkt Kontakt den Organisationen auf, die für die Nachbarländer gelistet sind. Eventuell können sie dir eine Einsatzstelle in der Nähe zu Luxemburg vermitteln.
Über die Stellensuche von ein-jahr-freiwillig.de kannst du viele Einsatzstellen finden. In den einzelnen Stellenbeschreibungen findest du die Namen der Anbieter. Mit einem Klick kannst du Kontakt mit den Organisationen aufnehmen.
Ein zentrales Bewerbungsverfahren gibt es für Freiwilligendienste nicht. Ob FSJ, FÖJ oder Bundesfreiwilligendienst (BFD): Für eine Einsatzstelle musst du dich jeweils direkt bei den Organanisationen bewerben. Du kannst dich auch für mehrere Einsatzstellen bei verschiedenen Anbietern bewerben.
Wenn du ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) machst, bekommst du ein Taschengeld. Die Höhe ist bei den einzelnen Träger-Organisationen unterschiedlich. In der Regel sind es etwa 300 bis 400 Euro im Monat. Das Taschengeld wird meistens zum Monatsende auf dein Konto überwiesen.
Darüber hinaus zahlen die Organisationen für ihre Freiwilligen die gesetzlichen Sozialversicherungen:
- Krankenversicherung
- Pflegeversicherung
- Rentenversicherung
- Unfallversicherung
- Arbeitslosenversicherung
Wie viel Taschengeld du ausbezahlt bekommst, kann von deiner persönlichen Situation und deiner Einsatzstelle abhängen. Zum Beispiel stellen manche Einrichtungen ihren Freiwilligen eine kostenlose Unterkunft zur Verfügung. Andere können das nicht und zahlen ihren Freiwilligen einen Wohnzuschuss. Oftmals werden Freiwillige in ihren Einsatzstellen verpflegt, was aber nicht in jeder Einrichtung möglich ist. Als Ersatz zahlen manche Träger ihren Freiwilligen dann ein sogenanntes Verpflegungsgeld für Essen und Trinken aus.
Freiwillige werden von ihren Träger-Organisationen zu Weiterbildungen eingeladen. An den Seminare nehmen Freiwillige kostenlos teil (25 Tage im Jahr). Denn ein freiwilliges Jahr wird zugleich als ein Bildungsjahr verstanden, das dir fachliche, soziale und persönliche Kompetenzen vermittelt.
Wer einen Freiwilligendienst macht, bekommt einen Ausweis. Wenn du den vorzeigst, sind verschiedene Vergünstigungen möglich. Zum Beispiel Bahn- oder Bus-Tickets zum Schüler*innen-/ Student*innen-Tarif, günstigere Eintritte in Museen, zu Veranstaltungen und so weiter.
Wer ein freiwilliges Jahr macht, bekommt weniger Geld als etwa Auszubildende oder Berufstätige. Dafür bist du als Freiwillige*r flexibler und hast weniger Verpflichtungen. Es ist wichtig, dir bewusst zu machen, dass ein Freiwilligendienst kein Job ist, sondern eine ehrenamtliche Tätigkeit. Das Taschengeld ist eine Aufwandsentschädigung für dein freiwilliges Engagement und kein Gehalt, auf das ein gesetzlicher Anspruch besteht.
Bei einem Freiwilligendienst kann und darf es auch nicht allein ums Geld gehen: Ob FSJ, FÖJ oder BFD – ein Freiwilligendienst gibt dir zum einen die Möglichkeit, dich für eine gute Sache einzusetzen. Du kannst dich für andere Menschen engagieren und einen Beitrag leisten, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Zum anderen hast du als Freiwillige*r die Chance, dich selber besser kennenzulernen und Dinge einfach mal auszuprobieren. Ein Freiwilligendienst ermöglicht dir erste Schritte ins Berufsleben. Du wirst dabei von Fachleuten unterstützt, kannst dich orientieren, weiterbilden und wertvolle Erfahrungen sammeln, die dich im Leben weiterbringen.
Es liegt also an dir, abzuwägen, ob sich ein FSJ unterm Strich für dich lohnt und ob du den Freiwilligendienst als persönlichen Gewinn wahrnimmst.
Ja, auch wenn die Corona-Krise einige Einschränkungen mit sich bringt, kannst du dich für einen Freiwilligendienst bewerben. Unsere Organisationen achten sehr genau darauf, dass für jede Einsatzstelle geeignete Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Wenn du dich für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) interessierst, kannst du in der gewünschten Region Einsatzstellen über unsere Stellensuche finden.
Tipp: Ehe du dich bewirbst, erkundige dich direkt bei der Organisation, ob in der gewünschten Einsatzstelle der Freiwilligendienst möglich ist oder ob das aufgrund der regionalen Corona-Lage in dem Zeitraum noch nicht geht. Die Kontakte zu den Anbietern findest du in unseren Stellenprofilen. Die netten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben dir gerne Auskunft und können dir gegebenenfalls im direkten Gespräch auch andere Einsatzstellen empfehlen, die zu dir passen könnten.
Das Portal ein-jahr-freiwillig.de ist eine "evangelische Freiwilligenbörse", weil die Organisationen alle zum Umfeld der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zählen. Die Freiwilligendienste sind aber offen für alle Menschen, die sich engagieren wollen. Es ist egal, ob deine Religionszugehörigkeit zum Beispiel katholisch, jüdisch, muslimisch ist oder du Atheist bist. Alle sind willkommen, die sich engagieren und ebenfalls offen sind gegenüber anderen Einstellungen und Lebensweisen.
Kurzum:
Wenn du dich bei einer unserer Organisationen bewirbst, freut uns das.
Das kann nicht pauschal beantwortet werden. Die Ausbildung zur Sozialassistentin ist Ländersache. Das heißt, die Ausbildungsgänge sind je nach Bundesland verschieden gestaltet. Unter Umständen ist es möglich, dass die eine oder andere Fachschule die Ableistung eines FSJ für eine verkürzte Ausbildung anerkennt. Gegebenenfalls können auch Praxisstunden aus dem FSJ angerechnet werden.
Tipp: Bevor du dich für einen Freiwilligendienst bewirbst, erkundige dich bei den Fachschulen, die für deine Ausbildung in Frage kommen, ob ein Freiwilligendienst wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) oder ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) angerechnet wird. Falls ja, können dir die Fachschulen eventuell Einsatzfelder empfehlen, damit es mit der Anrechnung klappt. Wenn du die Info hast, kannst du bei deiner Bewerbung für das FSJ gezielt die entsprechenden Einsatzfelder angeben.
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