Fragen und Antworten

Fragen und Antworten

Im Vergleich zu einem Job-Gehalt ist das Taschengeld bei einem Freiwilligendienst meist deutlich geringer. Je nach Einsatzstelle und persönlicher Situation können Freiwillige auch Wohngeld und/oder Verpflegungsgeld bekommen. Während dem Freiwilligendienst zahlt die Träger-Organisationen die Sozialversicherungen für dich. Allerdings soll und darf ein Freiwilligendienst eine reguläre Erwerbsarbeit nicht ersetzen. Die Idee des freiwilligen sozialen Jahres ist ursprünglich, vor allem jungen Menschen zwischen Schule und Beruf eine Möglichkeit zur beruflichen Orientierung zu geben. 



Im fortgeschrittenen Alter mit zunehmenden Verpflichtungen (wie z.B. Eigentumswohnung) wird das natürlich schwieriger. Es gibt je nach Lage die Möglichkeit eine Grundsicherung (umgangssprachlich "Hartz IV") zu beantragen und gleichzeitig mit einem Freiwilligendienst etwas hinzuzuverdienen. Bei der Berechnung der Grundsicherung wird das Taschengeld allerdings mit angerechnet. Es bleibt einem von dem Taschengeld ein Freibetrag von 200 Euro. 



Bei einem Freiwilligendienst ist das Finanzielle eher bescheiden. Andererseits kann der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ein Gewinn sein, indem man sich persönlich und beruflich neu orientieren und sich aus einer Sackgasse heraus manövrieren kann. Man knüpft neue Kontakte, lernt Neues dazu, sammelt berufliche Erfahrungen in einem neuen Tätigkeitsfeld. Insofern kann der Freiwilligendienst den Horizont erweitern und ein Sprungbrett für eine neue Karriere sein. 



Das Für und Wider abzuwägen, ist sicherlich nicht einfach. Ich empfehle dir, dich in Bezug auf deine persönliche Situation bei dem Träger, wo du den BFD machen wirst, beraten zu lassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Dir bestimmt auch sagen, welche für Möglichkeiten es für weitere Unterstützung in deiner Region/ Kommune gibt. 

Zahlreiche Anbieter von Freiwilligendiensten haben auch Angebote für ältere Menschen. Das klassische Freiwillige Soziale Jahr - kurz FSJ - hat zwar eine Altersgrenze von 27 Jahren. Es gibt aber auch noch den Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei dem keine Altersbeschränkung gilt.

Wenn du also gezielt nach Freiwilligendiensten schaust, die als Bundesfreiwilligendienst oder als BFD ausgeschrieben sind, dürftest du bald fündig werden. Einige Anbieter zeichnen ihre Freiwilligendienste auch extra aus mit Hinweisen wie "BFD Ü27" oder "BFD 27plus". Beim Bundesfreiwilligendienst haben ältere Freiwillige übrigens die Möglichkeit, sich in Teilzeit zu engagieren. 

Wenn du Einsatzstellen für Bundesfreiwilligendienste in deiner Region suchst, hilft dir unsere Stellensuche weiter: www.ein-jahr-freiwillig.de/stellensuche

Das Angebot an Freiwilligendiensten ist wirklich sehr groß und unübersichtlich. Wir haben zwei Online-Tests im Angebot, die dir helfen, dich zu orientieren und dich selber besser einzuschätzen. 

Eine wichtige Frage ist, ob du ein freiwilliges Jahr in Deutschland oder im Ausland machen willst. Falls du dir darüber noch nicht im Klaren sein solltest, könnte dir unser Online-Test "Ausland oder Deutschland?" helfen.

In welchem Bereich willst du ein Freiwilliges Soziales Jahr machen? Möchtest du mit Kindern und Jugendlichen arbeiten? Senioren oder kranke Menschen pflegen? Dich im Umweltschutz einbringen? Es gibt viele Möglichkeiten.

Eine Anregung, was zu dir passen könnte, gibt unser Online-Test "Was für ein Freiwilligendienst passt zu mir?"

Um einen ersten Überblick zu bekommen, kann es auch helfen, in unserer Stellensuche zu stöbern. Was für Einsatzstellen gibt es in deiner Nähe? Oder in welchen Städten würdest du gerne ein FSJ oder einen Bundesfreiwilligendienst machen? In welchen Ländern wäre ein Auslandsjahr möglich? In den Stellenprofilen findest du auch Kontakte zu den Organisationen. Die freundlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantworten gerne deine Fragen und geben dir weitere Infos.

Wenn du weitere Fragen rund ums Thema Freiwilligendienste hast, kannst du dich auch gerne wieder über den Frage-Service von ein-jahr-freiwillig.de melden.

Wir haben verschiedene Anbieter, die Freiwilligendienste in Russland vermitteln. Einen Überblick bekommst du über die Stellensuche von ein-jahr-freiwillig.de



Deine Frage nach den Kosten kann so pauschal nicht beantworten werden. Die  Freiwilligendienste im Ausland werden bei unseren Anbietern über Programme wie zum Beispiel weltwärts oder Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD) gefördert. Freiwillige bekommen monatlich ein Taschengeld und eine Unterkunft im Gastland gestellt. Zudem gibt es ein begleitendes Seminar-Programm: Freiwillige können ihre Erfahrungen austauschen und sie bekommen fachliche und persönliche Kompetenzen vermittelt. 



Oftmals tragen Freiwillige die Reisekosten selbst. Auch eine Beteiligung an den Kosten kann möglich sein. Bei einigen unserer Organisationen bauen Freiwillige zum Beispiel einen sogenannten "Sponsorenkreis" auf, über den der Einsatz der Freiwilligen von Freunden und Förderern finanziell und ideell unterstützt wird. Klingt womöglich komplizierter als es ist. Wie das mit dem "Sponsorenkreis" geht, wird in Einführungsseminaren erklärt. Bei unseren Anbietern ist es übrigens ein Qualitätsmerkmal, dass Freiwillige in Seminaren auf ihren Einsatz im Ausland sehr gut vorbereitet und pädagogisch begleitet werden.



Tipp: Nimm im Vorfeld deiner Bewerbungen direkt Kontakt mit den Organisationen auf und erkundige dich nach den genauen Bedingungen. Denn die können bei jeder Organisation ein bisschen anders sein. Die Kontakte findest du in den Infoboxen unserer Stellenprofile.



Wenn du im Sommer 2021 einen Freiwilligendienst im Ausland machen willst, noch ein Tipp: Die Bewerbungsfristen enden zum Teil schon im Herbst 2020. Es ist also gut, dass du dich schon so frühzeitig informierst.

Das Taschengeld von Freiwilligen gilt als Einkommen und ist daher leider nicht von der Rundfunkgebühr befreit. In einem Personalwohnheim gilt in der Regel jedes Apartment als eine eigene Wohnung. Sollte die Unterkunft als Wohngemeinschaft eingerichtet sein, wäre nur eine Person gebührenpflichtig. Die sogenannte GEZ-Gebühr wird pro Haushalt fällig.

Wenn du eine eigene Unterkunft hast, bist du also auch als Freiwilliger gebührenpflichtig. Es sei denn, du könntest nachweisen, dass deine Unterkunft eine Zweitwohnung ist und du die GEZ-Gebühren bereits für den Hauptwohnsitz zahlst. Aber in der Regel kommen Freiwillige ja aus dem Elternhaus und zahlen keine Rundfunkgebühren. 

Freiwilligendienste sind in Deutschland auch für Ältere möglich. Zahlreiche Organisationen bieten den sogenannten Bundesfreiwilligendienst an - kurz BFD. Beim Bundesfreiwilligendienst gibt es keine Altersbegrenzung. Manche Anbieter bezeichnen ihre Freiwilligendienste für Ältere auch mit dem Zusatz "BFD Ü27" oder "BFD plus".



Du kannst auf ein-jahr-freiwillig.de gezielt nach BFD-Stellen in deiner Region suchen:

https://www.ein-jahr-freiwillig.de/stellensuche

Tipp: Gerne auch direkt mit Anbietern in deiner Region Kontakt aufnehmen und dich beraten lassen, was für ein Freiwilligendienst am besten zu dir passt. Eine Besonderheit beim BFD ist auch, dass dieser Freiwilligendienst in Teilzeit möglich sein kann. Einen Überblick unserer Träger-Organisationen findest du auf dieser Seite: 

https://www.ein-jahr-freiwillig.de/anbieter

In der Regel ist ein Freiwilliges Soziales Jahr  (FSJ) bzw. ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) darauf ausgerichtet, ein Jahr in einer Einsatzstelle zu machen. Da es ein Freiwilligendienst ist, kann das Engagement natürlich auch vorzeitig beendet werden. Oder aber auch auf bis zu 18 Monate verlängert werden. Ist dieses Kontingent ausgeschöpft, ist es erst wieder nach fünf Jahren möglich, ein FSJ oder einen Bundesfreiwilligendienst zu machen.

Theoretisch könntest du jetzt also ein sechsmonatiges FSJ in einer Einrichtung machen und danach nochmals ein 6- , 9- oder 12-monatigen Freiwilligendienst (FSJ/ BFD/ FÖJ) in einer anderen Einrichtung.

Ein Freiwilligendienst ist zugleich ein Bildungsjahr

Die entscheidende Frage ist, ob die Organisation(en) das mitmachen können und wollen. Den Organisationen, den sogenannten Trägern, ist es natürlich am liebsten, wenn Freiwillige ein ganzes Jahr bei ihnen bleiben. Denn es braucht seine Zeit, bis Freiwillige eingearbeitet sind und eine gewisse Routine entwickeln. Das kann auch wichtig für dich selber sein, um ein Arbeitsfeld richtig kennenlernen zu können. Denn das ist eine Chance, die dir ein freiwilliges Jahr bietet. Zudem sind die Seminare  während dem FSJ auf eine einjährige Dauer ausgelegt. Denn beim Freiwilligendienst geht es nicht allein ums Arbeiten, es ist zugleich ein Bildungsjahr. 

Hinzu kommt eine ganz praktische Frage: Kann eine Einrichtung, zu der du nach sechs Monaten FSJ wechseln möchtet, die Einsatzstelle dann noch zum gewünschten Zeitpunkt  anbieten? Oder brauchen auch die jetzt sofort jemanden und die angebotene Stelle wäre in sechs Monaten besetzt?

FSJ-Bescheinigung erst nach vollen sechs Monaten

Am besten ist es daher, wenn du im Vorfeld mit den Organisationen direkt abklärst, ob es möglich wäre, nach einem halben Jahr zu wechseln. Wichtig ist es meines Erachtens, dass du offen und ehrlich mit allen Beteiligten deine Wechselabsichten besprichst. Gut möglich, dass sich dann ein möglichst nahtloser Wechsel machen lässt.

Gut zu wissen: Ein FSJ/ FÖJ/ BFD kann erst dann als solche offiziell bescheinigt werden, wenn sechs Monate komplett geleistet worden sind. Das kann wichtig werden, falls du den Freiwilligendienst als Wartezeit für ein Studium und/oder als Praxisnachweis für eine Ausbildung oder ein Fach-Studium brauchst. Da wäre es schade, wenn du volle sechs Monate in er einen Einrichtung, aber nur 5,5 Monate in der anderen Einrichtung gewesen wärst. Tipp: Wenn das mit dem Wechsel klappt, achte darauf, dich in beiden Einrichtungen möglichst volle sechs Monate zu engagieren.

Über unsere Stellensuche kannst du bundesweit nach Einsatzstellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) suchen: www.ein-jahr-freiwillig.de/stellensuche

Wenn du ein freiwilliges Jahr in Deutschland machen willst, ist Anfang 2020 ein guter Zeitpunkt, um dich zu bewerben. Du musst dich direkt bei den Organisationen deiner Wahl bewerben. Über die Stellenprofilen kannst du mit einem Klick Kontakt aufnehmen. 

Willst du von Deutschland aus für ein freiwilliges internationales Jahr ins Ausland, solltest du dich schon jetzt bewerben. Denn bei vielen Organisationen enden die Bewerbungsfristen noch in diesem Jahr, bei einigen sogar schon am 15. Oktober. Einen Überblick der Bewerbungsfristen für Freiwilligendienste im Ausland findest du auf unserer Info-Seite.

Der Bundesfreiwilligendienst - kurz BFD - ist ein Programm für Freiwilligendienste. Wenn du ein BFD machen willst, kannst du dich bei einer oder mehreren Organisationen für Einsatzstellen bewerben, die einen BFD anbieten. In Leipzig haben wir verschiedene Organisationen ( sogenannte „Träger“ ), die BFD-Einsatzstellen anbieten.

Die findest du am einfachsten über die Stellensuche auf ein-jahr-freiwillig.de. Mit einem Klick kannst du direkt Kontakt mit den Trägern aufnehmen, dich gleich bewerben oder erst mal unverbindlich informieren.

Freiwillige können nebenbei sogenannte Mini-Jobs machen. Allerdings dürfen in der Woche nicht mehr als 48 Stunden zusammenkommen. Wenn du zum Beispiel einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) machst und eine 40-Stunden-Woche hast, kannst du höchstens acht Stunden pro Woche jobben. Siehe dazu auch unsere Antwort auf eine ganz ähnliche Frage.

Frage-Service

Hast du Fragen rund ums Thema Freiwilligendienste?
Stell deine Frage, wir antworten dir so schnell wie möglich
Per WhatsApp-Chat - Kontakt:
01523-7783225
Über instagram:
einjahrfreiwillig